No 12 – Mathilda Mother – Syd Barrett/Pink Floyd

syd

“Please scroll down for original german Version! / Bitte herunterscrollen für deutschen Orginaltext!”

Interview with Astrid, 42

It’s difficult to pick just one favourite song – I have a lot of them, and it also depends very much on the genre. But this one came to my mind first when you asked me the question.

I heard it for the first time in my sister’s room in Buxtehude; I must have been between 15 and 17 years old. When I entered, the song’s introduction chords struck me, and then this singer’s special voice started to tell a story. I knew Pink Floyd songs, but this singer – Syd Barrett – was new to me, and an instant fascination, that has never lost its intensity. I mean, today I even live in Cambridge, where Syd actually spent most of his life.

First I did not understand the title of the LP “The piper at the gates of dawn” but now I know it is taken from a children’s book of Kenneth Graham – ‘Wind in the willows”. It is about this weird creature – Mr. Toad – who is very preoccupied with himself and always gets into trouble.

Listening to this music feels a lot like peaking through a keyhole into a world of fairytales. That is sort of escapist, I guess. In the best sense. The melody of the introduction with its halftone sequences sounds somehow oriental. It is like being lifted into an oriental world. A children’s cosmos mixed with opium.

Actually I want you to put another of my favourite songs that came to mind instantly: “Schimmliges Brot” by Foyer Des Arts. Why? Just Because.

German

Interview mit Astrid (42)

Gar nicht so einfach, ein Lieblingslied zu wählen. Ich habe eigentlich sehr viel verschiedene – das ist auch Genre abhängig.

Aber dieses ist das Lied, welches mir bei deiner Frage als erstes in den Kopf gekommen ist.

Ich erinnere mich genau, wo ich diese Lied zum ersten mal gehört habe: Im Zimmer meiner Schwester in Buxtehude. Ich muss zwischen 15 und 17 Jahren alt gewesen sein.

Ich kam herein und hörte diese Anfangsakkorde. Ich blieb stehen, auch geistig, weil dann diese Stimme zu Erzählen begann. Also, die Musik der frühen Pink Floyd kannte ich schon, aber dies hier war anders, und auch die Stimme (Syd Barrett) kannte ich noch nicht. Ich war gleich fasziniert – und bin es den Rest meines Lebens gewesen, heute wohne ich sogar in Cambridge, genau wie Syd den größten Teil seines Lebens.

Den Titel der zugehörigen LP “ The piper at the gates of dawn” verstand ich überhaupt nicht, erst viel später habe ich herausgefunden, dass der von einem Kinderbuch ist “Wind in the Willows” von Kenneth Graham. Da geht es um ein Kröte, Mister Toad, die singt Lobeslieder auf sich selber und gerät ständig in Schwierigkeiten.

 

Die Musik lässt einen durch ein Schlüsselloch in eine Märchenwelt schauen. Das ist irgendwie eskapistisch würd ich sagen. Mythisch. Im nettesten Sinne. Die Melodie am Anfang in Halbtonsequenzen (singt) klingt auch ein bisschen orientalisch. Das man so in eine orientalische Welt abgehoben wird. Kindheitswelten und Opium.

 

Mir fällt noch was ein. Ein zweites Lieblingslied. Das hatte ich auch gleich im Kopf. Nimm das mal auch mit. “Schimmliges Brot” von Foyer Des Arts. Warum? Darum!